Donnerstag, 26.11.2009
20 Uhr, SIGNAL IDUNA PARK
Festivaleröffnung mit
TOK TOK TOK
Jeff Cascaro + Band
 
AK/VVK 26/20 Euro
 
 Tok Tok Tok
Tok Tok Tok
TOK TOK TOK

Acoustic Soul
Im gleichen Jahr gegründet wie das Internationale Jazzfestival Dortmund, begann Tok Tok Tok 1989 zuerst im Trio und entwickelte sich schnell zu einem der besten Live-Soul-Jazz-Acts aus deutschen Landen mit Homebase Freiburg. Preisgekrönt wurden sie u.a. mit dem German Jazz Award für „It Took So Long“ (2003) und „From Soul To Soul“ (2006) und dem französischen „Grand Prix 2005“. Die Keimzelle und musikalische Herzkammer des Quintetts sind die Sängerin Tokunbo Akinro und der Saxofonist Morten Klein, aus deren kreativer Feder zudem alle Songs und Texte der längst zum Quintett angewachsenen Band stammen.


Jeff Cascaro + Band
Funk Pop Jazz
 Jeff Cascaro
Jeff Cascaro
Jeff Cascaro begann (und gewann) bei „Jugend jazzt“, spielte mit den großen Rundfunk-Bigbands von NDR bis RIAS, mit den Fantastischen Vier, GuanoApes, H-Blockx und Klaus Doldingers Passport. Die Liste läßt sich fortsetzen mit Namen wie TillBrönner, Ute Lemper, Sasha, Joe Sample, HowardJohnson, Georgie Fame, Götz Alsmann. An der Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ wirkte er als Stimm-Coach mit. Nach Alben mit dem Trio von Martin Sasse (kürzlich imdomicil zu Gast) und der hr-Big-Band (The American Songs of Kurt Weill mit Silvia Droste) erschien 2006 sein erstes Soloalbum, 2008 schließlich sein aktuelles Album „Mother and Brother“. Mit diesem Werk untermauerte der gebürtige Bochumer seinen Ruf als eine der großen deutschen Stimmen in Sachen Soul Pop Jazz mit Nachdruck. Zu den Dortmunder Jazztagen wird er dieses mit seiner Band live präsentieren.
 
Freitag, 27.11.2009
20:00 Uhr, domicil
Pawel Kaczmarczyk + Audiofeeling Band
 
AK/VVK 22/19 Euro
 
Modern Jazz
Jazzmusiker der jüngeren Generation wie Leszek Moder oder Marcin Wasilewski gehören in ihrer Heimat wie Popstars zu den „household names“ und machen auch jenseits der polnischen Landesgrenzen auf sich aufmerksam. Der 25-jährige Pawel Kaczmarczyk ist auf dem besten Weg, es ihnen gleich zu tun, seit das polnische Fernsehen 2005 sein Album live mit dem KBD Trio zum „Album des Jahres“ kürte und er im gleichen Jahr den Großen Preis der polnischen Jazz Society MELOMANI, den sogenannten „Jazz Oscar“, verliehen bekam. Mit seinem Debütalbum „Complexity in Simplicity“ betritt Pawel Kaczmarczyk mit seiner Band nun das internationale Parkett. Der Pianist erzählt mit seiner Band wunderbar vielschichtige Modern-Jazz-Episoden von großer Abenteuerlust: Verspielte Klanggewebe und Powerplaying, extrovertierterUp-Tempo-Jazz und in sich gekehrte Balladen, Swingverwurzelung, Hard-Bop- und Avantgarde-Phantasien, Bläserpassagen und vor allem ein Klavierspiel im Experimentierfeld zwischen Bill Evans, Esbjörn Svensson und Brad Mehldau.

Pawel Kaczmarczyk Audiofeeling Band
Pawel Kaczmarczyk Audiofeeling Band

Pawel Kaczmarczyk - piano,
Radek Nowicki - saxophones,
Wojciech Pulcyn - double bass,
Lukasz Zyta - drums
 
Freitag, 27.11.2009
22:00 Uhr, SIGNAL IDUNA PARK / Shuttleservice
Live: Brixtonboogie - "Urban Blues"
Mojo Club - "The Original Jazz Rockers"
 
AK/VVK 12/10 Euro
 
Die lange Club-Nacht im SIGNAL IDUNA PARK vereint Jazz-Roots, Blues, Electronics und Dancefloor: Live mit Brixtonboogie und dem Hamburger Mojo-Club als einem der renommiertesten DJ-Teams hier zu Lande.

Schwarzes Vinyl ist der Stoff, aus dem Mojo-Nächte gemacht sind. Deep Soul, Funky Latin oder bassfrequenter Elektrofunk, brandneue Remixe und vergessene Lieblinge der Nacht – A Love Supreme! Über eine Dekade lang war der Mojo-Club an der Reeperbahn 1 feste Größe im Hamburger Nachtleben und Sprachrohr des Dancefloor Jazz. Auf Augenhöhe fallen sofort Namen wie Gilles Peterson, Massive Attack, E-Z Rollers und Kruder & Dorfmeister. Die „Original Jazz Rockers“ mit dem Mojo-DJ-Team geleiten durch eine heiße Stadionnacht!

Der Live-Act der langen Clubnacht kommt ebenfalls von der Waterkant: Brixtonboogie um den Blues-Kenner Krisz Kreuzer ist ein Kollektiv, das sich auf die Tiefe und Spiritualität einer uralten Tradition rund um den Blues besinnt – stark angereichert mit zeitgenössischen Musiken wie HipHop oder Dubstep und mit Themen, die direkt aus unser aller Alltag stammen. Und mit einer Musik, die kompromisslos in den Bauch geht.

Mojo Club
Mojo Club
 
Samstag, 28.11.2009
20:00 Uhr, domicil
Hans Wanning Trio
Ignacio Berroa Quartet feat. David Sanchez
 
Für beide Konzerte
AK/VVK 22/19 Euro
 
Hans Wanning Trio
Piano Trio
Zwar ist die Jazz-Besetzung Klavier-Bass-Drums eine der populärsten überhaupt, von „Standard“ ist das Hans Wanning Trio allerdings weit entfernt. Vielleicht, weil das Klavier keine Hauptrolle in dieser Band spielt, sondern nur eine von drei gleichberechtigten Stimmen ist. Martin Furmann auf dem bundlosen E-Bass und Schlagzeuger Daniel Sanleandro erst machen dieses Trio zu einem besonderen, denn sie beide sind nicht nur gute Rhythmiker, sondern auch Impuls- und Farbgeber.
Das Hans Wanning Trio spielt und improvisiert sich mit komplexer Leichtigkeit durch gehaltvolleeigene Kompositionen und neu arrangierte Jazzstandards. Immer weiter spinnen sie Ideen, schaffen Atmosphären, tauschen sich aus, hören einander zu, ergänzen sich und kreieren dabei einen raffinierten, rhythmisch packenden, urbanen Jazzsound.
Hans Wanning war 1988 Preisträger beim „European Jazz Contest“ in Brüssel, er spielte als Sideman u.a. mit Gerd Dudek, Ramesh Shotham, Rosani Reis, Ulli Beckerhoff, Thomas Alkier. Daniel Sanleandro ist ein gefragter Schlagzeuger und hat sich nicht zuletzt durch seine spanischen Wurzeln einen besonderen Namen in der Latin und Flamenco Szene gemacht. Martin Furmann gewann 1994 den 1.Preis bei „Jugend Jazzt“. Seit über zehn Jahren ist er ein gefragter Sideman und spielte mit Bands und Ensembles wie Bonefunk, Honeymunch, Musikfabrik NRW, USA Gospel Singers, Kommmitmanns.

Hans Wanning - piano
Martin Furmann - bass
Daniel Sanleandro - drums


Ignacio Berroa Quartet feat. David Sanchez
Latin Jazz
Ignacio Berroa ist einer jener eleganten Schlagzeuger, die kunst- und lustvoll, virtuos und absolut authentisch modernen Latin Jazz auf die Bühne bringen. Seine Stationen waren die Escuela Nacional de Arte (Nationalen Schule der Künste), das Nationalkonservatorium und schließlich New York. Seit 1980 spielt er in den Bands vieler Latin- und Jazzgrößen, u.a. Mario Bauzo, Ray Mantila, Paquito D‘Rivera, Kip Hanrahan und bis 1993 in Dizzy Gillespies legendärem „United Nations Orchestra“. Auch Chick Corea, Mike
Longo, James Moody, Jaco Patorius luden ihn als Drummer ein. Als einer der Sternstunden der Jazzgeschichte gilt 2001 das Trio mit Charlie Haden und Gonzalo Rubalcaba.
Gaststar seines aktuellen Quartetts ist der Puertoricaner David Sanchez. Auch ihn entdeckte kein geringerer als Dizzy Gillespie als einen Saxofonisten mit den besonderen Fähigkeiten für Timing und Phrasierung. Sein kraftvolles, aber gleichfalls sensibles Tenorsaxofon begeisterte u.a. auch Miriam Makeba und Dee Dee Bridgewater, die ihn jeweils mit auf Welttournee nahmen. Mit eigenen Formationen wurde Sanchez viermal für den Grammy nominiert. Ein Top-Act des Modern Latin Jazz!

David Sanchez
David Sanchez

Ignacio Berroa - drums,
David Sanchez - saxophones,
Robert Rodriguez - piano,
Ricky Rodriguez - bass

Anschließend (ab 23 h):
Die große Tanznacht zu den Jazztagen: Die Resident-DJs um das Taxi-Nights-
DJ-Team mit Carsten Helmich und dem Funk- und Dancefloor Jazz-Spezialisten Carsten Becker werden die beiden Areas im domicil mit Jazzy Funky Electronic Grooves mächtig in Bewegung bringen.

Die Konzerttickets für den 28.11. gelten auch für die Partynacht. Für die Festivalparty selbst gilt: 6 Euro, nur Abendkasse.
 
Sonntag, 29.11.2009
20:00 Uhr, domicil
Kalle Kalima Pentasonic
Arve Henriksen + Helge Sten
 
Für beide Konzerte
AK/VVK 18/15 Euro
 
Die Dortmunder Jazztage beschließen ihr Programm mit zwei ganz besonderen Acts der aktuellen Improvisationsmusik, beide aus dem hohen Norden.

Kalle Kalima Pentasonic
 Kalle Kalima
Kalle Kalima

Nordic Soundscapes I
Aus Finnland kommt der Gitarrist Kalle Kalima, der u.a. in der Band von Jimi Tenor auch kürzlich im domicil gastierte. Sein Soloprogramm „Pentasonic“ vereint Einflüsse von Rock, Minimal, Elektronik und Folk. Mit Hilfe von 3 Samplern und mehreren Amps kreiert Kalima ein mehrkanaliges akustisches „Surrounding“ von kleinzelligen Strukturen bis hin zu großorchestralen Klangbildern. Kalima hat in Helsinki und in Berlin Musik studiert, gewann den Neuen Deutschen Jazzpreis 2008 und war Feature Artist beim Jazzfest Berlin 2007.

Kalle Kalima - guitar/electronics


Arve Henriksen + Helge Sten

Nordic Soundscapes II
Der Trompeter Arve Henriksen ist noch immer ein Geheimtipp der europäischen Szene. Dabei zählt der Norweger zu den aufregendsten Musikern unserer Zeit. Seit einiger Zeit bereits wird Henriksen als wichtigster Bläser Norwegens gehandelt.
Ein Grund hierfür ist sicherlich, dass sich der Trompeter stetig neu erfindet. Nicht nur als ein Viertel des nordischen Avantgarde-Quartetts Supersilent, sondern auch als Begleiter aller halbwegs wichtigen Jazzer Norwegens und jemand, der sich intensiv mit norwegischer Musiktradition und ZEN-Musik beschäftigt. Seine Musik hat etwas Erhabenes, Entrücktes, auch Mehrdeutiges. Mit der Hilfe des norwegischen Produzenten und Soundtüftler Helge Sten, der unter anderem schon für Motorpsycho und Supersilent tätig war, schafft er intensive Soundscapes, verschiedene Ebenen komponierter Musik und elektronischer Neugierde. Über allem schweben die heiseren, zärtlichen, oftmals elektronisch
verfremdeten Trompetentöne Henriksens.

Arve Henriksen - trumpet/electronics
Helge Sten - guitar/electronics/sampling

Arve Henriksen
Arve Henriksen